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9 Tipps gegen Depri-Phasen im Reitalltag

Last Updated on 11/10/2017 by CurleyInspire

Wir alle haben sie mal.
Die Depri-Momente im Stall.

Sie treffen einen manchmal, ohne dass man es wirklich will und das grundlos.
Aber in einigen Fällen gibt es diesen Grund sehr wohl.

Das Pferd ist krank, der Stall in dem man steht entspricht einfach nicht den Vorstellungen, es wird zu wenig Heu gefüttert, auf den Turnieren will es einfach nicht laufen. Man wünscht sich auch endlich mal ein eigenes Pferd oder will einfach weiter kommen, das Equipment passt nicht, die Eltern oder das Umfeld nerven pausenlos, Geldsorgen oder Zeitmangel.
Dies sind nur einige Gründe für Depri-Phasen.

All das kann beim geliebten Hobby Pferd zum Stimmungskiller werden.

In einigen Fällen gibt es noch nicht einmal einen triftigen Grund dafür, meistens aber schon.

Aus dem Depri-Kreislauf zu entkommen, ist gar nicht so leicht. Gerade wenn die Sorgen um das Pferd einen erdrücken und die negativen Gedanken auch noch anfangen sich körperlich auf uns auszuwirken (Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder Heißhunger).

Vieles lässt sich nicht ändern. Wir können aber durchaus die Art und Weise, wie wir damit umgehen möchten, beeinflussen.
Es geht also vielmehr darum, wie man dem Problem begegnet.


1. Tief Durchatmen

Fragst du dich oft, ob alles auf ewig so schwarz sein wird und die Probleme niemals gehen werden? Gibt es denn nichts, worüber du dich freuen kannst?
Du wirst rasch feststellen, dass jedes Problem einen Anfang aber auch ein Ende hat.
Egal wie schlecht es dir geht, es gibt weiterhin Dinge, die dein Leben erfüllen.
Ein kleiner Spaziergang mit seinem Pferd oder einfach mal eine Runde grasen gehen, können schon dafür sorgen, den Kopf etwas frei zu bekommen. Die Geräusche der Natur wirken beruhigend und bringen dich auf andere Gedanken.
Manchmal hilft auch einfach ein stall- oder reitfreier Tag. Zeit für einen selbst, relaxen in der Badewanne oder deine Lieblingsmusik hören, helfen dabei, dich besser zu fühlen.

2. Glücksmomente

Zähle alle tollen Dinge (große und kleine) in deinem Leben auf. Schreibe sie am besten auf ein Blatt Papier. Oft hilft es sich die Dinge vor Augen zu halten. Schmücke dein Blatt mit bunten Zeichnungen. Bringe Farbe aufs Papier!
Zeichne deine Freunde oder Familie. Oder klebe ein Foto von Ihnen darauf.
Du bist deprimiert, weil du kein eigenes Pferd oder Pony hast?! Mache dir bewusst, wie viele Kinder überhaupt keine Möglichkeit haben, auf einem Pferd zu reiten oder noch nicht mal ein richtiges Zuhause haben.
Hänge dir dieses Bild auf, damit du dich in dunklen Momenten immer daran erinnern kannst, dass es auch schöne Dinge in deinem Leben gibt!

3. Reden hilft

Manchmal braucht es in einem solchen Moment einfach nur jemanden, der einem zuhört.
Forscher haben herausgefunden, was wir eigentlich schon lange wissen: Negative Emotionen auszusprechen dämpft Ärger und Wut.
Sich anderen Mitzuteilen, kann einem buchstäblich die Last von den Schultern nehmen.

4. Einfach Schreiben

Wenn dich ein Problem die ganze Zeit belastet, hat mir eines immer geholfen: Schreiben.
Denn Schreiben befreit.
Ob elektronisch oder als echtes “Tagebuch”. In den Momenten, in denen es einem schlecht geht, kann es oft helfen, das Erlebte einfach mal niederzuschreiben.
Es hilft auch, die kleinen Glücksmomente an diesem Tag festzuhalten.
Mache dir bewusst, was an diesem Tag so mies war und was daran gut. Es muss auch nicht immer ein ganzer Roman werden 😉

5. Die Perspektive ändern

Es liegt immer alles im Auge des Betrachters.
Versuche immer, das Positive im Leben zu sehen. Oft beginnt man in einer Depri-Phase auch noch sich reinzusteigern. “Niemandem geht es so schlecht wie mir”, “ich habe die schlimmsten Eltern der Welt” oder “warum ist ausgerechnet das mein Pferd geworden”. Ihr wisst sicher, was ich meine.
Bleibt optimistisch! Versucht Eure Situation aus der Sicht von jemand anderem zu sehen. Z.B. aus den Augen eines Kindes aus der dritten Welt. Ist Eure Situation denn immer noch so schlimm?

6. Es annehmen

Momente in denen man sich schlecht fühlt, gehören einfach zum Leben dazu.
Wenn das Leben nur positiv wäre, würde man die schönen Dinge und Momente des Lebens nicht mehr wertschätzen.
Deshalb ist es wichtig den “IST-Zustand” zu akzeptieren. Denn genau ab diesem Moment kann man beginnen, seinen emotionalen Zustand gelassener hinzunehmen.

7. Übernimm Verantwortung

Nimm dein Leben in die Hand! Es sind nicht immer die anderen Schuld! Und die Laune am eigenen Freund, den Freundinnen oder Familienmitgliedern auszulassen, bringt dich kein Stück weiter!
Sei nicht träge und lustlos. Gibt dich nicht deinen Depressionen hin, sondern beginne, Dinge selbst zu ändern.
Oft steht uns hier die eigene Faulheit am meisten im Weg!
Und einen Weg?! Den gibt es immer. Auch wenn man einige Abzweigungen nehmen muss.

8. Stolz sein

Sei stolz auf das, was du bereits geschafft hast!
Mache dir bewusst, dass nicht jeder soweit ist wie du und genieße die kleinen Fortschritte oder Erfolge.
Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die einen glücklich machen.
Z.B. dass eine Lektion endlich geklappt hat, dass du ein besseres Verständiss für dein Pferd entwickelt hast, dass es endlich auf seinen Namen reagiert oder endlich gelernt hat, etwas zu tun, was du ihm beigebracht hast.

9. Lerne dich selbst besser kennen

Du kommst von einem Stimmungstief in das nächste?!
Fange an dich und deinen Körper besser kennenzulernen.
Ein Stimmungstief kann auch von einer Überlastung kommen. Mache dir bewusst, welche Dinge dafür verantwortlich sind, dass du dich so fühlst, wie du dich fühlst.
Entwickle Strategien, solche Mehrbelastungen zu vermeiden.
Ein Stimmungstief kann deshalb auch ein Zeichen für eine Pause sein.
Manchmal machen wir uns aber auch einfach nur selbst zu viel Druck.
Lerne, wann deine Depri-Phasen kommen und entwickle schon jetzt Strategien für das nächste Mal.

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