Für's Pferd

Mineralöl in Hufpflegeprodukten – das verbirgt sich hinter den Wirkstoffnamen

Last Updated on 23/01/2021 by CurleyInspire

Es ist eines der Produkte, welches ich aufgrund des guten Markennamens gekauft habe und ist zu meinem absoluten Negativbeispiel geworden, was Inhaltsstoffe angeht…

Aber nochmal von Vorne.
Es geht heute um das Thema Huffett.

Einige können kaum ohne leben andere wiederum benutzen es gar nicht.
Aber darum geht es heute nicht.
Es geht darum, dass ich auch für meine Pferde, gute Produkte verwenden möchte.

An diesem Hufpflegeprodukt möchte ich es Euch heute zeigen

Ich hab es guten Gewissens gekauft – das Hufpflegeprodukt von Absorbine – ist ja ein Markenprodukt!
Benutzen und kaufen viele, kann also nicht so schlecht sein – bis ich einen Blick auf die Inhaltsstoffe geworfen habe!

Denkt man ja nicht dran, was da alles drin sein könnte.
Wird als Huffett oder Huföl bezeichnet.
Da denke ich mir dann auch: Öl/Fett und noch ein paar andere Inhaltsstoffe wie Lorbeeröle etc.

Die Liste von diesem Produkt unterscheidet sich jedoch von den anderen gravierend und ließt sich wie ein schlechter Scherz. Und das auch noch zu dem Preis!

Noch ein kurzer Exkurs zum Thema Mineralöle in Pflegeprodukten

Man findet sie schon recht häufig.
Sie haben Filmbildende und wasserfeste Eigenschaften und beeinflussen die Konsistenz des jeweiligen Produktes.
Prinzipiell nichts schlimmes.
Schließlich stecken auch in Hautpflegeprodukten für Menschen oft Mineralöle. Und jeder darf selbst entscheiden, ob er diese verwenden möchte oder nicht.
Aber oft ist beim Kauf (gerade in Online-Shops) die Liste der Inhaltsstoffe nicht ersichtlich.

Aber habt ihr gewusst, was sich hinter den ganzen Inhaltsstoffen steht?

Hier verrate ich es Euch. 🙂


Der Hooflex Liquid Conditioner von Absorbine

Geworben wird mit 9 aktiven Inhaltsstoffen, die tief in die Hufwand einziehen.

Hier einmal alle Stoffe aufgelistet:

Reitsachen im Test: Hooflex von Absorbine
  • Mineralöl
  • Klauenöl
  • Lanolin
  • Petrolatum
  • Terpentin
  • Sumpf-Kiefer (Harz)
  • Chloroxylenol
  • Geigenharz
  • Parrafin

Kommt Euch einer der Inhaltsstoffe bekannt vor?
Wer schon mal Farben gekauft hat, der wird hier einiges wiederfinden 😉

Das verbirgt sich dahinter…

Mineralöl:

“Mineralöle für Kosmetika werden aus Erdöl hergestellt. Das ist ein komplexes Gemisch aus verschiedenen Kohlen­wasser­stoffen, das sich im Wesentlichen aus zwei chemischen Fraktionen zusammensetzt: aus gesättigten – Mineral Oil Saturated Hydrocarbons, MOSH – und aus aromatischen Kohlen­wasser­stoffen – Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons, MOAH. Die Haupt­fraktion mit dem größten Anteil bilden die MOSH.
Von einem Teil der MOSH weiß man, dass sie über die Nahrung leicht aufgenommen werden und sich im Körper anreichern. … Diese Ablagerungen können Knötchen (Granulome) in Leber, Milz und Lymph­knoten bilden. In einigen Tier­versuchen lösten solche Knötchen chro­nische Entzündungen aus, was bei Menschen bisher nicht beob­achtet wurde. Besonders kritisch werden MOAH einge­stuft: Die Europäische Behörde für Lebens­mittel­sicherheit, Efsa, nimmt an, dass MOAH erbgutver­ändernde und krebs­er­regende Komponenten enthalten.” (Quelle: Stiftung Warentest 1))


Klauenöl: 

Wir aus den Hufen von Schlachttieren gewonnen. Beliebtes Öl zur Lederpflege und als Schmiermittel für Maschinen und Uhren.


Lanolin:

Lanolin, auch Wollfett genannt, ist ein natürliches Produkt mit sehr guten hautpflegenden Eigenschaften.


Petrolatum

Auch Vaseline genannt und wird aus den Rückständen bei der Destillation von Erdöl gewonnen. (Siehe Text Mineralöle)

Terpentin

Ist ein natürliches Harzprodukt, genauso wie das Geigenharz und sind Harzausflüsse von verschiednen Koniferen oder Kiefern und ist in Wasser unlöslich.
Terpentin ist gesundheitsschädlich und umweltgefährlich.

Sumpf-Kiefer (Harz)
siehe Kolophonium.

Chloroxylenol:

Wird in der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel bei der WHO geführt und wird als Desinfektionsmittel eingesetzt und ist laut dem englischen Wikipedia giftig für Katzen.

Geigenharz (Kolophonium):

Ist der Destillationsrückstand von natürlichen Harzen und findest meist bei der Lackherstellung Verwendung.
Geigenharz kann allergische Reaktionen  und Ekzeme verursachen und gehört in meinen Augen nicht in ein Pflegeprodukt.

Parafin:

Ein Nebenprodukt von Erdöl oder Braunkohle.
Paraffin hat hydrophobe (wasserabstoßende) und filmbildende Eigenschaften. Es ist Glanzbildend und gibt den Produkten die richtige Konsistenz.
Paraffiin wird auch in der Kosmetikindustrie benutzt.
Hauptabnehmer für Paraffin ist die Kerzenindustrie.
Parafin ist deshalb so beliebt, weil es billiger als Stearin oder Bienenwachs ist. Es ist allerdings nach Aussagen von Dermatologen, nicht schädlich.

Fazit:

Für mich ließt sich das Etikett wie das eines Farbeimers.
Natürlich sind die Inhaltsstoffe, denn Mineralöle und Harze sind natürlichen Ursprungs. Aber es soll jeder selbst entscheiden dürfen, ob er ein solches Produkt verwenden möchte.

Zudem gibt es wirklich ganz tolle Alternativen.
Die Günstigste ist z.B. Ölivenöl 😉

Habt ihr gewusst, was in diesem Produkt an Inhaltsstoffen steckt?

Quelle:
1)https://www.test.de/Mineraloele-in-Kosmetika-Kritische-Stoffe-in-Cremes-Lippenpflegeprodukten-und-Vaseline-4853357-4852555/

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