Graukresse
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Graukresse – das neue Jakobskreuzkraut?

Last Updated on 09/06/2021 by CurleyInspire

In unseren Breitengraden sind auch Giftpflanzen in Wiesen und Weiden ein großes Problem.  2019 hatte besonders das Jakobskreuzkraut einen starken Vermehrungsschub. Und auch ein neuer Vertreter macht sich breit: Die Graukresse.

Giftiger Neuankömmling – Die Graukresse

Die Graukresse ist tatsächlich nicht wirklich neu aber gerade unter den Pferdeleuten noch nicht besonders bekannt.  Sie gehört zu der Familie der Kreuzblütler. Sie kommt vor allem in trockenen Sandgebieten, auch Wegen und Brachen vor. Von dort aus ebnet sie sich den Weg auf magere Weiden.  Vorzugsweise mag sie kalkarme und leichte Sand- und Kieselböden. 

Graukresse erkennen

Besonders markant ist graugrünfilzige Behaarung der Stängel und Blätter. So ist die Pflanze perfekt an die Trockenheit angepasst. Im letzten Jahr haben wir auch in unserem Stall eine hohe Anzahl Pflanzen an unterschiedlichen Stellen beobachtet. 

Die Pflanzen werden zw. 20 und 80 cm, manchmal sogar 110 cm hoch. Die Keimfähigkeit der Samen ist sehr hoch. Jede Pflanze kann bis zu 7000 Samen produzieren.  Sie bildet nur einen einzigen Stängel aus, der sich vielfach verzweigt. An diesen Verzweigungen bilden sich die Samenstränge aus.

Graukresse

Die vier geschlitzten weißen Blütenblätter sieht man von Mai bis August.

Von Juni bis September werden die Schoten ausgebildet, die wie schon erwähnt, bis zu 7.000 neue Samen produzieren können.

Graukresse – Blüten

Warum ist Graukresse so giftig?

Die Pflanze enthält einen noch unbekannten Giftstoff und Senfglycoside. Diese sind für Pferde giftig. Die Aufnahme dieser Pflanze führt zu Ödemen, Fieber, Hufrehe und in größeren Mengen ist sie sogar tödlich. Auch bei Trocknung im Heu bleibt die Pflanze giftig. 

Für Menschen ist Graukresse übrigens nicht giftig.

So wird die Graukresse bekämpft

Bekämpft wird sie in der Regel wie Jakobskreuzkraut, durch das Ausreißen einzelner Pflanzen oder mit der Behandlung eines Pflanzenschutzmittels wie z.B. MCPA.

Wer keine Chemie einsetzen möchte, der sollte spätestens im Juni mulchen, damit sich keine samen bilden, die über mehrere Jahre im Boden überdauern können.

Und wer die Graukresse nicht einfach entsorgen möchte, der macht daraus einfach ein Wildkräuterpesto. Nachhaltiger geht es so nun wirklich nicht. 😉

Hat euch mein Beitrag gefallen? Über einen Kommentar oder das Teilen würde ich mich sehr freuen.



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