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Longierabzeichen Theorie: Equipment – Maße, Hilfsmittel & richtiger Einsatz

Last Updated on 13/06/2026 by Martina Winnai

Longe: Länge und Sicherheitsregeln

Das neue FN-Lehrbuch Band 6 Longieren schreibt:
Die Longe sollte 8,50 m bis 9,50 m lang sein.
Frühere Empfehlungen (8–10 m).

Material: Strapazierfähiger, aber weicher Stoff (geflochtene Baumwolle oder weiches Nylon).

Die wichtigste Regel für Prüfung & Praxis:

Die Longe ist immer so zu wählen, dass du das Pferd mit der Longierpeitsche (am Stockende) auf dem gesamten Zirkel erreichen kannst.
Nur dann kannst du treibende, verwahrende oder korrigierende Hilfen sauber geben. Eine zu lange Longe führt zu unsauberen Hilfen, verminderter Kontrolle und nimmt dir die Möglichkeit, direkt auf das Pferd einzuwirken.

Sicherheitsregeln im Umgang mit der Longe

  • Nie um die Hand, Finger oder den Daumen wickeln – bei Zug droht Abriss.
  • In Schlaufen führen (gerafft), nie lose am Boden liegen lassen (Stolpergefahr).
  • Regelmäßig auf Verschleiß prüfen
  • Bei jungen oder unsicheren Pferden: lieber etwas kürzer longieren (z. B. 8,50 m), um den Nahbereich zu nutzen.

Vor- und Nachteile der Hilfszügel

Hier findest du einen ausführlichen Artikel zu den Arten der Hilfszügel, sowie die jeweiligen Vor-und Nachteile.

>> https://der-pferdeblog.de/wirkung-von-hilfszuegeln/

Laufgurt: Wann und warum sinnvoll?

Der Laufgurt ist ein einfacher Bauchgurt, der über dem Sattel angebracht wird und als leichtere Alternative zum Longiergurt dient. Das junge Pferd kann so an den Sattel gewöhnt werden. ​

Halfter über Trense bei Jungpferden

Bei unerfahrenen Pferden (erste Longiergänge):

  1. Weiches Halfter lose über die Trense legen.
  2. Longe am Halfterring einclippen (Hauptzug).
  3. Trense innen als Backup (dient der Gewöhnung, nicht der Kontrolle).

Vorteile:

  • Mildert Gebissdruck massiv.
  • Verhindert Durchziehen, weil der Hauptzug am Halfter ist.
  • Baut Vertrauen auf, ohne das Maul zu reizen.

Weiterer Ablauf:
Sobald das Pferd sicher auf Gewichts- und Stimmsignale reagiert → Umstieg auf Kappzaum – erst dann mit Gebiss oder Kappzaum mit Nasenring weiterarbeiten.

Steigbügel richtig parken

Bügel hoch bis zum Sattelknopf schieben, Riemen doppelt umlegen, durch die Öse fädeln und verknoten – so schlagen sie nicht gegen Rippen oder Beine. Ohne Sattel komplett abnehmen oder straff anbinden, um Panikreaktionen zu vermeiden.​​

Hilfszügel je Pferd und Trainingsziel

Da ich zu Hilfszügeln (Ausbinder, Laufferzügel, Dreieckszügel, Gogue, Chambon usw.) einen eigenen Blogartikel verfasst habe, findest du dort alle Details zu Vor-/Nachteilen, Einstellung und Pferdetyp.

Für deine Prüfung reicht zu wissen:

  • Jeder Hilfszügel hat ein spezifisches Ziel (Laufferzügel = Schwung & Biegung, Ausbinder = feste Anlehnung, Dreieckszügel = tiefe Lockerung).
  • Die Wahl hängt vom Ausbildungsstand, Körperbau und Trainingsziel ab – nie standardmäßig verwenden.
  • Achte stets auf korrekte Länge und weiche Nachgiebigkeit.​​

Zusammenfassung für deine Prüfungsmappe

  • Longenlänge: 8,50–9,50 m (neue FN-Richtlinie)
  • Peitschenregel: Länge so, dass du das Pferd erreichen kannst
  • Laufgurt: für sensible & junge Pferde – leicht, ruhig, anatomisch
  • Halfter über Trense: Sicherheits-Backup ohne Gebissdruck
  • Steigbügel: immer sichern – hochschieben, doppeln, verknoten
  • Hilfszügel: Details im separaten Artikel, Grundprinzipien kennen

So bist du für Theorie und Praxis bestens gewappnet – viel Erfolg bei deiner Prüfung!


Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine praktische Unterweisung. Bitte lass dich von einem erfahrenen Longierlehrer beraten.

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